Klappe zu! Film ab!

Für die kommende Große Sonderausstellung „Faszination Schwert“, die ab Oktober hier bei uns zu sehen ist, hieß es drei weitere Male: „Klappe zu! Film ab!“.

Das Ergebnis dieser Dreharbeiten mit AV Medien Film + Fernsehen GmbH sind drei Filme, die wir euch in der Ausstellung zeigen werden. Dafür haben wir nicht nur ein Team von Archäotechnikern beim Guss eines Bronzeschwertes und historische Schwertkämpfer filmisch begleitet, sondern auch Menschen interviewt, deren Faszination für diese einmalige Waffe bis heute ungebrochen ist. Bereits Anfang des Jahres hatten die Planungen begonnen. Drehbücher mussten geschrieben werden, Drehorte und Protagonisten gefunden und koordiniert werden.

Vom Erz zur Klinge – ein Bronzeschwert entsteht

Wie wurde das damals genau gemacht? Welches handwerkliche und technische Knowhow, aber auch welche geistige und künstlerische Leistung lässt sich aus den Hinterlassenschaften prähistorischer Kulturen ablesen? Solche Fragen stellt sich die experimentelle Archäologie seit über 70 Jahren. Wir haben ein Team aus Archäotechnikern um Frank Trommer beim Gießen, Schmieden und Überschleifen eines Schwertes aus der späten Bronzezeit begleitet und für die Ausstellung – und damit für euch – im Film dokumentiert.

Zuerst wird die Gussform ausgearbeitet. Für den Guss wird die Bronze auf etwa 1300° C erhitzt.

Ausgangspunkt des Experiments waren neben den Überresten von Schmelzöfen originale Fundstücke wie Sandsteinformen, Werkzeuge und Schwerter, die unmittelbar neben dem Film in der Ausstellung präsentiert werden. So könnt ihr einem bronzezeitlichen Handwerker bei seiner Arbeit über die Schulter schauen und Schritt für Schritt beim Entstehen eines 3000 Jahre alten Schwertes dabei sein.

Viele Hände helfen, damit der Guss gelingt!

Herzlichen Dank den Kolleginnen und Kollegen vom Federseemuseum in Bad Buchau, bei denen wir zum Dreh zu Gast waren!

Von Trainingswaffen und ungebrochener Faszination

Wer von uns hat nicht schon einmal darüber nachgedacht, selbst ein Schwert in Händen zu halten und damit zu kämpfen? Genau das haben sich verschiedene Fechtschulen heute weltweit zur Aufgabe gemacht! Auf der Grundlage mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Quellen beleben sie die Tradition des Schwertkampfes als Teil der Historical European Martial Arts (HEMA) wieder.

Schwertkampf in Szene gesetzt.

Schwertkampf in Szene gesetzt.

Darum wollten wir euch unbedingt in einem weiteren Film zeigen, welche komplexen Bewegungsabläufe und Techniken hinter dieser Art des Schwertkampfes stehen und wie sich die historische Kampfkunst vom modernen Sportfechten oder Fechten à la Hollywood unterscheidet. Ohne dass auch nur ein einziger Tropfen Blut floss, haben wir dafür gemeinsam mit den Gladiatores Stuttgart – Schule für historische europäische Kampfkünste einen ganzen Tag lang gefochten und gedreht.

Bis heute hat der Umgang mit dem Schwert also nichts an seiner Faszination eingebüßt. Ganz im Gegenteil, das Schwert ist für viele Menschen zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden. Für den letzten Film haben wir uns mit einigen Schwertbegeisterten getroffen, um mit ihnen über ihre ganz persönliche Faszination für diese Waffe zu sprechen. Wir trafen uns zum Beispiel mit einem begeisterten Schwertsammler und hatten einen „echten“ römischen Legionär vor der Linse. Zu viel wollen wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten…

Im Gespräch mit einem Schwertsammler und einem römischen Legionär.

Im Gespräch mit einem Schwertsammler und einem römischen Legionär.

Ihr dürft gespannt sein!

5 Kommentare zu “Klappe zu! Film ab!”

    1. Vielen lieben Dank! Wir freuen uns sehr darauf die Ausstellung schon ganz bald allen Schwertfans und denen, die es noch werden wollen präsentieren zu dürfen!

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