Die Technik hinter unserem VR-Projekt

Unser VR-Projekt zum Lichtensterner Altar biegt langsam auf die Zielgerade ein. Seit einigen Wochen liegt das Rohmaterial unseres 360°-Films auf den Rechnern der STORZ Medienfabrik GmbH in Esslingen am Neckar und wird aufwendig bearbeitet.

Das 360°-Video

Beim Drehen in 360° ist es wie auf der Theaterbühne. Es gibt keinen Schnitt und wenn es mittendrin einen Patzer gab, dann muss von vorne angefangen werden. Ein laut am Set vorbeiknatterndes Auto ist dann genauso Ausschlusskriterium wie ein Schnitzer im Text. Sind die besten Szenen einmal ausgewählt, geht die umfangreiche Nachbearbeitung los.

Die Videos werden im stiching (engl. „nähen“) zusammengebaut und der Ton so bearbeitet, dass er am Ende gerichtet ausgespielt werden kann.

Gina Grätz-Schirmer sitzt an der Farbkorrektur des Videomaterials © STORZ Medienfabrik GmbH

Die Lichtverhältnisse am Drehort, die Tageszeit und auch die Kamera selbst beeinflussen die Qualität der Farben. Im Prozess der Farbkorrektur werden die videotechnisch aufgezeichneten Farben so verändert, dass sie wieder die natürliche, tatsächliche Situation wiedergeben.

Anschließend folgt der kreative Prozess der Farbbearbeitung, das Color Grading, in welchem das Material eine beabsichtigte Färbung erhält, die die Wirkung der Szene durch Erschaffung von Farbstimmungen unterstützt.

Das 3D-Modell

Außerdem entsteht mit den 3D-Experten der STORZ Medienfabrik ein digitaler Nachbau des Lichtensterner Altarretabels. Dabei kommt es vor allem auf qualitative Fotos des Originalobjekts an, um ein realitätsgetreues Abbild zu schaffen.

Der 3D-Experte, eine Kollegin aus der Grafik und die Kunsthistorikerin vom LMW brüten über mögliche Umsetzungen © STORZ Medienfabrik GmbH

Bis das Lichtensterner Altarretabel fertig restauriert sein wird, soll das 3D-Model, in Originalgröße im Ausstellungsraum projiziert, zeigen, wie man ein Altarretabel gewandelt, also auf und zu geklappt hat, und ein Gefühl für die Monumentalität des Objektes vermitteln.

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