Feiertags-Challenge: Der 3. Oktober in sieben Fragen

Der „Tag der Deutschen Einheit“ ist den meisten Bürgerinnen und Bürgern ein Begriff.

Manche schwelgen in alten Erinnerungen, manch einer feiert aus gegebenen Anlass und andere freuen sich wiederum einfach über einen freien Tag. Doch die Geschichte hinter diesem symbolträchtigen Tag ist vielleicht nicht jedermann so geläufig.

Nicht nur Zahlen und Fakten sind entscheidend für diesen besonderen Anlass, auch geschichtliche Entwicklungen und kulturelle Phänomene haben unsere Sicht auf Deutschland und den Nationalfeiertag geprägt. Pünktlich zum 03. Oktober 2018 lädt die Landesstelle für Volkskunde Sie zum Feiertags-Quiz ein.

Viel Spaß beim Rätseln!

Frage 1: Was wird am Tag der Deutschen Einheit gefeiert?

Am 03. Oktober wird der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gefeiert. Die Volkskammer der DDR beschloss am 23. September 1990 den Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes nach Artikel 23 GG, und am 29. September trat dieser Beschluss in Kraft. (Siehe hierzu: https://www.lpb-bw.de/tag-der-deutschen-einheit.html#c24791)

Frage 2: Jedes Jahr finden in der Landeshauptstadt des Bundeslandes, das den Bundesratspräsidenten stellt, eine offizielle Feierlichkeit und ein Bürgerfest statt. Welche Stadt ist dieses Jahr der Gastgeber der Feierlichkeiten?

Dieses Jahr ist Berlin Gastgeber des Bürgerfestes anlässlich des Tags der Deutschen Einheit. Das Fest findet vom 1. bis 3. Oktober 2018 statt. (Siehe hierzu: https://www.lpb-bw.de/tag-der-deutschen-einheit.html#c16890)

Frage 3: An welchem Tag feierte die vormalige Bundesrepublik Deutschland ihren „Tag der deutschen Einheit“?

In der alten Bundesrepublik galt der 17. Juni als „Tag der deutschen Einheit“.  Dieser Gedenktag erinnerte an die Aufstände am 17. Juni 1953 in der DDR. Außerdem war für die vormalige DDR am 07. Oktober der Nationalfeiertag.

 

Frage 4: Die Sehnsucht nach einer Einheit des „deutschen Volkes“ gibt es schon lange. In welcher Zeit entstand zum ersten Mal der Begriff einer „deutschen Nation“?

Bereits im 18. Jahrhundert hat Johann Gottfried Herder in seiner Schrift Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit  den Begriff der Nation erstmals verwendet.

Frage 5: Wann wurde die deutsche Fahne in ihrer Farbgebung Schwarz-Rot-Gold zum ersten Mal erwähnt?

Zum ersten Mal wurden diese Farben auf dem Wartburgfest 1817 als ein Erkennungszeichen der deutschen Burschenschaften benutzt. Im Revolutionsjahr 1848 bestimmte die Frankfurter Nationalversammlung Schwarz-Rot-Gold zur Fahne des Deutschen Bundes. 

Frage 6: Jede Nation hat ihre eigene Hymne, der ein bindender Charakter zugeschrieben wird. Welche Strophe des ehemaligen „Deutschlandliedes“ singen wir heutzutage als die Deutsche Nationalhymne?

Im Jahre 1952 wurde durch den damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer das „Deutschlandlied“ wieder als Nationalhymne anerkannt, und seitdem wird nur die dritte Strophe gesungen.

Frage 7: Am „Tag der Deutschen Einheit“ wird der Zusammenhalt der deutschen Nation gefeiert. Benedict Anderson hat den Begriff der Nation als „Gemeinschaft“ verstanden und bekannt gemacht. Welche vier Eigenschaften sind ihm zufolge wichtig für die „Nation als Gemeinschaft“?

 

Anderson erforschte unter anderem den Begriff der Nation (z.B. Die Erfindung der Nation. 1998) und stellt innerhalb dieser Forschung dar, dass der Begriff der Nation im heutigen Sinne erst ab etwa dem späten 18. Jhd. entstand. Er gibt vier Eigenschaften vor, die jede Nation besitzt: Vorgestellt – souverän – begrenzt – Gemeinschaft.

 

 

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