Größer, schöner, responsiver!

Klein und putzig: 2012 konnte Justus noch kein Wässerchen trüben ...

Klein und putzig: 2012 konnte Justus noch kein Wässerchen trüben …

Wir schreiben das Jahr 2012: Der Arabische Frühling ist in vollem Gange, die Costa Concordia sinkt und die Eröffnung des Berliner Flughafens BER wird zum ersten Mal verschoben. Bundespräsident Wulff tritt zurück, Obama wird wiedergewählt, Sarkozy nicht. 100 Jahre Biene Maja und 60-jähriges Jubiläum der Tagesschau. Im Mai geht das Landesmuseum Württemberg mit einer neue Website online, im Juni trennen sich Tom Cruise und Katie Holmes und im Juli wird mein Sohn Justus geboren.

In den sechs Jahren, die seitdem vergangen sind, ist viel passiert. Justus geht jetzt in die erste Klasse. Aus dem Weißen Haus werden präsidiale Twitter-Nachrichten gesendet, in Saudi-Arabien dürfen Frauen Auto fahren. Und wir arbeiten seit Wochen auf Hochtouren an einem Relaunch der LMW-Internetpräsenz.

Vom bloßen Funktionieren zum Nutzungserlebnis

Über die Jahre hat sich nicht nur die Technik weiterentwickelt. Auch die Nutzungsgewohnheiten und die Ansprüche der User haben sich – vor allem durch den zunehmenden Gebrauch von mobilen Endgeräten – stark verändert. Knapp 90 Prozent der 64 Millionen Deutschen, die im ersten Quartal des Jahres 2018 online waren, nutzen dafür ihre Smartphones. Fast die Hälfte hat auch ein Tablet zur Verfügung.

Screenshot der mobilen LMW-Seite

Text, Teaser, Bilder, Videos, Tools und Formulare müssen mobil und auf dem Desktop funktionieren

Nie wusste man mehr über das, was der Nutzer wirklich möchte; über „Usabilty“ und „User Experience“. Gute Usability bedeutet, dass jeder das, was er auf der Seite sucht oder erledigen will, schnell und einfach tun kann. Dazu gehören u.a. intuitive Navigationskonzepte, eine logische Struktur, gelernte Icons und einfache Interaktionen.

In unserem Fall heißt das z.B.: Wie stellen wir sicher, dass sowohl der Lehrer, der einen Ausflug plant, als auch die Wissenschaftlerin, die sich ein Buch aus der LMW-Bibliothek ausleihen möchte, schnell die Informationen findet, die er oder sie braucht? Welche Dinge muss ein Tourist aus dem Ausland auf den ersten Blick sehen, wenn er auf die Seite kommt und was ist unnötige Ablenkung? Wo platziert man den Button zum Online-Ticketshop am besten? Was ist für Familien wichtig? Wie kennzeichnet man im Eventkalender eine ausverkaufte Veranstaltung? Und wie sieht das alles dann in einer mobilen und in der Desktop-Version aus?

User Experience erweitert den Begriff der Usability um ästhetische und emotionale Faktoren und beschreibt die gesamte Erfahrung eines Users mit dem Produkt über den Nutzungszeitraum hinaus. Man nennt es auch „Nutzungserlebnis“. Dazu gehören eine ansprechende Gestaltung, Aspekte der Vertrauensbildung, eine persönliche Ansprache und der Spaß bei der Nutzung. Keine gerade kleine Aufgabe!

Theorie trifft Praxis

Flip-Chart

Ordnung im Zettel-Chaos: Die Entstehung des Navigationskonzepts

Über Wochen haben wir Personae erarbeitet, Designer konsultiert und Marktforschung betrieben: Die Seiten müssen klarer strukturiert werden, die Nutzeransprache soll persönlicher sein, Videos und Bilder formatfüllend und das Design clean und zeitgemäß schick. In der kommenden Woche legen wir mit Hilfe eines Webflow-Prototypen fest, wie genau sich welche Inhalte auf den verschiedenen mobilen Endgeräten verhalten sollen. Die ganze Nutzung soll zum einen einfach und zum anderen inspirierend und freudespendend sein.

Bei solchen Aussichten gibt es eigentlich keinen Grund, sich an vergangene Zeiten zu klammern. Dennoch wünsche ich mir persönlich manchmal, Justus wäre noch so handlich klein und knuffig wie 2012 … Aber hey, manche Dinge sind seit dem Jahr 2012 auch ganz unverändert geblieben, oder haben Sie in jüngster Zeit mal einen Flug zum BER gebucht?

 

1 Kommentar zu “Größer, schöner, responsiver!”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.