Danke Mutti!

Aber wofür? Seit wann, warum und wofür danken wir eigentlich am Muttertag?

Seit wann? Fast überall auf der Welt wird Muttertag gefeiert. Wir in Deutschland feiern ihn an jedem zweiten Sonntag im Mai. Zurück geht diese Tradition auf die Amerikanerinnen A. Reeves Jarvis und ihre Tochter Anna Marie Jarvis, die für die Einführung eines offiziellen Feiertages zu Ehren der Mutter kämpften. 1914 wurde der Muttertag in Amerika zu einem offiziellen Feiertag, 1933 auch in Deutschland.

Mutti ist die Beste! So sah eine Muttertagskarte früher aus (ca. 1950er Jahre). ©Landesmuseum Württemberg, CC BY-SA

Warum? Die Tradition des Muttertags besagt, dass Kinder und Männer an diesem Tag ihren Müttern bzw. Ehefrauen für deren Fürsorge und Liebe danken sollen.

Wofür? Sie bedanken sich für die Arbeit, die die Mutter jeden Tag für die Familie leistet. Die Mutter erfährt dadurch Würdigung, Wertschätzung und Anerkennung von ihren Kindern bzw. von ihrem Ehemann.

Auch eine Art, der Mutter zu danken (2017) ©Landesmuseum Württemberg, CC BY-SA

Aber brauchen wir den Muttertag heute überhaupt noch?

Ist der Muttertag noch zeitgemäß oder sollte man ihn abschaffen? Werden andere Frauen und Nicht-Mütter durch diesen Tag ausgeschlossen? Kann Dankbarkeit an nur einem Tag für das ganze Jahr reichen? Haben wir heute nicht andere Vorstellungen und Ansichten von der Rolle der Frau, auch als Mutter?

Dieser Beitrag wurde von Lara Roth, studentische Hilfskraft bei der Landesstelle für Volkskunde und Studentin des Masterstudiengangs „Wissenskulturen“ an der Universität Stuttgart, verfasst.

2 Kommentare zu “Danke Mutti!”

  1. Sehr geehrter Herr Künzl,
    Sie werfen Fragen auf, ohne selbst Stellung zu beziehen. Es könnte so, aber auch so sein. Wie sehen Sie denn die Funktion des Muttertages in der heutigen Zeit?
    Ich halte ihn für total überholt. Er dient ausschließlich der „Blumenindustrie“. Frauen sind heute eigenständig. Der Dank sollte ganzjährig in gegenseitigem Respekt bestehen.
    Viele Grüße
    D. Eisele

    1. Sehr geehrter Herr Eisele,

      vielen Dank für Ihren Kommentar! Die Landesstelle für Volkskunde befasst sich mit dem immateriellen Kulturgut, und dazu gehören auch Feiertage wie der Muttertag. Wir wollten die Gelegenheit nutzen, diesen in den Medien sehr präsenten Feiertag kritisch (und vielleicht etwas provokant) zu hinterfragen.

      Ich selber sehe das auch ganz ähnlich wie Sie: Die Art, wie uns der Muttertag verkauft wird, mit Blumen und Glückwunschkarten, ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Ich habe an diesem Wochenende gemerkt, dass einige Leute in meinem Bekanntenkreis den Muttertag zwar feiern, dass viele von ihnen dabei jedoch auf Blumen und Karten verzichten.

      Mit vielen Grüßen,
      Constantin Künzl

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